Verwirrung im Kreißsaal: Wenn dem Arzt die Sprache verschlägt

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Das Wunder der Geburt ist kaum in Worte zu fassen. Die Art und Weise, wie ein Kind in diese Welt gebracht wird, spielt hierbei keine Rolle. Frisch gebackene Eltern genießen in die Fülle der Leichtigkeit diese besondere Reise. Die Geburt eines Kindes ist für eine Frau, auch den werdenden Vater – der wohl intensivste Moment des Lebens.

Diese Angst, ob alles gut gehen wird. Diese Schmerzen, die einen schier zerreißen. Diese Kraft, die offenbar in einem steckt. Diese wahnsinnige Erschöpfung, wenn das Kind das Licht der Welt erblickt. Dieser unbändige Stolz. So auch in unserem Beitrag: Das Paar, Aaron und Rachel Halbert, haben eine Geschichte, die verblüfft. Das Paar bekam Drillinge, aber etwas schien dem Personal im Krankenhaus seltsam. Was nur könnte es sein?

1. Völlig verschiedene Welten

Dass das Paar überhaupt zusammenfand, ist schon allein völlig rätselhaft. Die hübsche Rachel ist im Mississippi Delta aufgewachsen. Während Aaron in Honduras geboren wurde und dort aufwuchs. Seine Eltern waren in dieser Gegend evangelische Missionare. Rachel war ein eher verschlossener Typ. Die Welt mit den unterschiedlichsten Kulturen machte ihr Angst.

Allerdings war Aaron mit dieser kulturellen Vielfalt und den ethischen Vorstellungen vertraut. Der junge Mann war der einzige blonde, blauäugige Junge in seiner Heimatstadt. Dem gegenüberstellend: Als Jugendliche begann Rachel Missionsreisen zu unternehmen. Wie kam es nur zwischen den beiden Menschen zu einer Begegnung, die ihr ganzes Leben veränderte?

2. Eine besondere Begegnung

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Erstmalig traf sich das Paar im Jahr 2004 zu einem Blind Date. Es war wie Liebe auf den ersten Blick. Das Paar teilte den gleichen Traum, die Welt durch ihre Religion zu verändern. Von diesem Moment an wussten sie, dass sie bis ans Ende ihres Lebens zusammen sein wollen. Mit dem Ziel der Heirat und dem Verwirklichen eines Kinderwunsches.

Allerdings hatte das Paar es nicht eilig. Gemeinsam erlebten sie die wundervollsten Abenteuer. Das festige die Liebe immens. In einem vertrauten Gespräch stellte sich heraus, dass die frisch Verliebten gerne ein Kind adoptieren würden. Die Bindung zwischen dem Paar verfestigte sich. Die Wurzeln der Liebe wurden täglich kraftvoller.

3. Eine gemeinsame Zukunft

Eigentlich hatte das Paar überhaupt keine „Fruchtbarkeitsprobleme“. Beide fit wie ein Turnschuh und blutjung. Sie hatten allerdings die ethische Vorstellung, dass es zugunsten der Welt sinnvoller sei ein Kind zu adoptieren, als eines zu Zeugen. Aaron erklärte einst:

„Während wir fruchtbar waren, waren wir beide zutiefst davon überzeugt, dass eine der Möglichkeiten, für das Leben zu sein, darin besteht, uns an der Adoption zu beteiligen.“ Da Aaron und Rachel sich absolut einig waren, konnten sie es kaum erwarten zu Heiraten. Schon bald klingelten die Kirchenglocken, mit einer gewaltigen Überraschung. Nein, Rachel war nicht schwanger …

4. Die Sache mit der Heirat

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Es ist kein Geheimnis, dass unzählige Menschen große Mühe haben, den einen zu finden, und verbringen den größten Teil ihrer Jahre mit der Suche nach dem „richtigen“ Partner. Dies war bei Aaron und Rachel nicht der Fall, sie teilten eine sofortige Verbindung. Im Jahr 2006 „schrien“ sie den Pfarrer nahezu das „Ja-Wort“ ins Gesicht. Niemals würden sie ohne den anderen Leben wollen.

Sobald sie verheiratet waren, war der Kinderwunsch kaum zu stoppen. Aber Rachel und Aaron beschlossen, noch etwas zu warten. So sehr sie auch Eltern sein wollten, sie wussten, dass ihre „Vision“ es schwierig machte. Sie hatten den Glauben, dass der richtige Zeitpunkt früh genug kommen würde. Denn alles ist miteinander Verbunden.

5. Eine neue Mission

Eine Woche nach der Hochzeit erhielt das Paar eine Einladung, nach Honduras zurückzukehren. Nach einer kurzen Diskussion, beschloss das junge Paar sich der „Mission“ anzuschließen und reisten wenige Tage später nach Honduras. Rachel war furchtbar aufgeregt, wo ihr Geliebter aufgewachsen war. Es war die Arbeit der „Missionare“, als Lehrer in einer Stadt zu arbeiten.

Der innere Frieden beruhte auf Hilfsbereitschaft. Aaron lebte diese Haltung von Kindheitstagen und liebte seinen Job über alles. Es war vielleicht nicht die ideale Hochzeitsreise, aber für das Paar war es ein friedvoller Rückzugsort. Als sie ankamen, bemerkten sie einige Veränderungen in der Region.

6. Ein freudiges Wiedersehen

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Die Monate vergingen. Das Paar war äußerst besorgt über die Gemeinschaft. Allerdings waren Rachel und Aaron nicht schüchtern, vor ihnen zu sprechen. Die Halberts wussten, dass sie eine Mission hatten, einen Zweck, den sie dort erfüllen sollten. Sie verbrachten in Honduras eine niemals zu vergessene Zeit. Freundschaften wurden nachhaltig geknüpft.

Jede freie Minute sprachen Rachel und Aaron mit ihren Freunden über das Leben in der Gemeinde, die glücklichen Momente aber auch über die besorgte Lebensweise. Sobald Rachel Tränen in die Augen schossen, wurde sie von ihren Freunden zum Schnorcheln mitgenommen. Hier konnte sie alle Sorgen für einen Moment vergessen. Leider war es an der Zeit, nach Hause zu reisen.

7. Eine große Veränderung

Niemals würden sie die starke Gemeinschaft in Honduras vergessen. Tief sitzend im Herzen, mit allen Erlebnissen – kehrte das frisch verheiratete Paar zufrieden nach Mississippi zurück. Zu Hause wartete eine große Veränderung auf sie: Aaron und Rachel wollten auch in Mississippi ihrer eigenen Gemeinde dienen. Als „Missionare“ hatten sie das Gefühl, sie müssten immer mehr tun.

Das Paar begann sich mehr der Adoption auseinanderzusetzen. Aaron erklärte: „Wir sehen den Schutz von Kindern nicht als Wohltätigkeit oder als Teil einer politischen Agenda, sondern als etwas, das unserem Glauben am Herzen liegt.“ Nachdem sie eine Adoptionsagentur besucht hatten, waren sie absolut überzeugt von ihrem Vorhaben.

8. Die Adoption

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Das Paar war sich bewusst, dass es für ein Waisenkind schwierig ist, ein Zuhause zu finden. Sie würden jedes Kind adoptieren, außer ein kaukasisches. Sie hatten die Absicht, dass wenn ihr „Glaube“ es zuließe, dass sie ein kaukasisches Kind bekämen, es auch Rachel empfangen würde: Die Agentur fand schnell „eine Übereinstimmung“.

Ford und Catherine wurden mit offenen und einladenden Armen in ihre neue Familie aufgenommen. Schon bald wollte das paar mehr Kinder adoptieren. Ein Freund erzählte Aaron von der Embryonenadoption und riet ihnen, sich damit zu befassen. Sie sahen dies als Zeichen. Rachel recherchierte eifrig, da sie das erste Mal davon hörte.

9. Ethisch Vertretbar?

Wir leben in einer Welt mit Hunderttausenden von Embryonen, die allein in den USA eingefroren sind. Die meisten, die nicht von ihren leiblichen Eltern ausgewählt wurden, werden der Wissenschaft gespendet, zerstört oder eingefroren. Was bedeutet das? Nun, häufig werden Embryonen einfach so „verschwendet“. Diese Methode ermöglicht es, Menschen, diese Embryonen zu adoptieren.

Das Paar war sofort von der Idee angezogen. Die Überzeugungen des Paares waren das Rückgrat ihrer Entscheidung. Aaron erklärte: „Wenn wir wirklich glauben, dass das Leben mit der Empfängnis beginnt, sollten wir darauf reagieren, indem wir bereit sind, die Embryonenadoption zu unterstützen.“ Der Prozess wurde gestartet.

10. Ein schwieriger Prozess

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Rachel war begeistert, als der Prozess begann. Sie war hochgradig nervös, allerdings auch verängstigt. Rachel musste sich diversen Behandlungen unterziehen, um ihren Körper auf die Embryokonzeption vorzubereiten. Alles ist gut gegangen. Im September 2015 war Rachel bereit, mit dem Prozess der In-vitro-Fertilisation zu beginnen. 

Das Paar musste geduldig sein. Nicht immer ist die Embryoadoption erfolgreich. Doch mit ein bisschen Glück, würden sie schon bald Eltern sein. Sie müssen wissen, dass nur eine 10-prozentige Chance besteht, dass sich der Embryo tatsächlich einnistet. Darüber hinaus sind die Kosten enorm: Ein einzelner Versuch kostet zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Würde der Wunsch in Erfüllung gehen?

11. Die Überwachung

Aber das Paar machte das alles durch, während die Familie sich darauf vorbereitete, für ihre Missionsarbeit nach Honduras zurückzukehren. Sechs Wochen nach der Implantation gingen sie in ein örtliches Krankenhaus, um zu sehen, ob das Embryo sich einnistete. Sie sprachen mit einem Arzt in gebrochenem Spanisch und erklärten die Situation nach besten Gewissen.

Der Arzt war überrascht. Denn irgendetwas stimmte nicht. Der Experte befragte sie, um sicherzustellen, dass nur zwei Embryonen implantiert wurden. Das In-vitro-Verfahren funktionierte. Jubelnd klatschten sie in die Hände. Der Arzt hatte ihnen jedoch noch mehr zu sagen. Wie würde das Paar reagieren? Es bleibt spannend! Freuen Sie sich auf den nächsten Beitrag.

12. Medizinische Verwirrung

Als der honduranische Arzt dem glücklich verheiratete Ehepaar das Ultraschallbild zeigte, ergab alles einen Sinn. Rachel war schwanger. Aber nicht nur mit einem Baby, auch nicht mit zwei! Sie zählten drei erfolgreiche Einnistungen! Ihre Familie sollte in kürzester Zeit Drillinge bekommen. Eine siebenköpfige Familie. Sie waren überglücklich, aber immer noch geschockt. 

Aaron und Rachel sahen es als Zeichen und dass es der Plan ihres Glaubens war. Es gibt keine Zufälle. Alles hat einen Sinn im Leben. Alles kommt zur rechten Zeit. Sie hatten sich beide eine große Familie gewünscht und es wurde wahr. Bis zur Geburt dauerten es noch einige Monate. Diese Zeit mussten sie gut nutzen.

13. Ein Wunder der Natur?

Die Kinder Ford und Catherine waren von der Nachricht, dass sie drei Geschwister auf „einen Schlag“ bekommen, mehr als begeistert. Aaron erklärte: „Ich war während dieser Schwangerschaft sehr erfreut, als ich sah, wie mein Sohn und meine Tochter mit ihrer dunkelbraunen Haut und den herrlichen Locken, den wachsenden Bauch meiner Frau küssten.“

Seine Begeisterung fuhr er fort: „Jeden Abend haben sie diesen drei heranwachsenden kleinen Mädchen in ihrem Bauch gute Nacht gesagt.“ Ford und Catherine konnten es nicht erwarten ihre Geschwister kennenzulernen.“ Die Kinder mögen nicht durch Blut verbunden sein, aber Aaron und Rachel waren sehr stolz. Das Paar liebte die Schönheit einer multikulturellen Familie. 

14. Unterschiedliche Reaktionen

Aaron hatte die Ansicht, das die Schönheit einer multiethnischen Familie darin bestehe, dass die Unterschiede genau das sind, was ihre Familie vervollständigt. Es sei etwas Schönes und Bereicherndes, das einzige „weiße“ Gesicht zu sein, das mit einigen meiner afroamerikanischen Freunde sitzt und plaudert, während mein Sohn sich an einem Samstagmorgen die Haare schneiden lässt.“

Einige waren jedoch mit ihren Lebensentscheidungen nicht einverstanden: Insbesondere die „Dorfälteste“ schaute die Familie wieder wertig an. Oder afroamerikanische Mütter die ihren Kopf vor entsetzen schüttelten. Unterschiedliche Reaktionen wurden hervorgerufen. Während die einen den Sinn darin verstanden, schämten sie dich anderen für ihr „Blut“.

15. Die Lebensentscheidung

Der Geschichte gegenüberstellend kann die Adoption von Embryonen für die Spenderfamilie sehr emotional sein. Die Entscheidung, die gefrorenen Embryonen zur Adoption zu spenden, musste der schwierigste Entschluss des Lebens sein. Es kann so schmerzhaft sein zu wissen, dass jemand anderes die leiblichen Kinder großzieht. 

Millionen von Embryonen warten auf einen Spender. Die Embryonen, die das Paar einnistete, hatten 12 Jahre gewartet. Rachel erklärt: „Wir haben nicht gesagt, dass dieses Leben wichtiger ist als das Leben von Babys und Kindern, die darauf warten, auf der ganzen Welt adoptiert zu werden. Diese Kinder sind nicht weniger wichtig. Das ganze Leben unserer Kinder wird geschätzt.“

16. Wenn die Gläser „klirren“

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Mütter auf der ganzen Welt werden zustimmen, dass sie kaum Freizeit haben. Mit 5 Kindern kann es an vielen Tagen ziemlich chaotisch einhergehen. Aber Rachel liebt es, die Kleinen zu beobachten. Sie erklärte: Meine Tage sind gefüllt mit dem Füttern von fünf hungrigen Kindern, dem Wechseln vieler Windeln, der Pflege von Haushaltsaufgaben, dem Hirten kleiner Herzen, dem Lieben und Spielen mit allen fünf.

Die Familie beschloss, nach Tegucigalpa zu ziehen. Aaron und Rachel arbeiten in der Hauptstadt, um der „Gemeinde“ zu helfen. Sie verfolgten weiterhin ihre Vision. Allerdings ist Rachel jetzt eine Vollzeitmutter und hat nicht mehr so viel Zeit. Dafür engagiert sich Aaron auf eine erdenklich gesegnete Weise.

17. Das Familienglück

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Lieber Leser, wie denken Sie über diese Geschichte? Können sich diesen Eingriff ethisch bejahen? Würden Sie alles Erdenkliche unternehmen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen – für jeden Preis? Auch, wenn es vielleicht gegen das Gesetz der Natur spricht? Dieses Thema lässt Philosophen stundenlang diskutieren.

Diesen Beitrag möchte ich mit einem der wunderschönsten Zitate über die Familie, die Kinder beenden. Nehmen Sie sich Zeit für einen der schönsten Sätze dieser doch recht „Kinderarmen Zeit“: „Die kostbarsten Juwelen, die Sie um den Hals tragen können, sind die Arme Ihrer Kinder.“ Sternen, Blumen und Kinder – an diesen drei Dingen, erkennen Sie das Universum.