11 Hairstyles, die aus der Mode sind

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Haare sind unser liebstes und wichtigstes Accessoire. Es gibt keine andere Styling-Veränderung, die so einen großen Einfluss auf unser Gesamtbild hat wie der Haarschnitt und die Haarfarbe. Und zugegeben: Einen Bad Hair Day hat jeder schon einmal erlebt.

Das Schöne daran ist, dass er vorbeigeht. Bei dem Haarschnitt sieht es schon ganz anders aus. Das, dass Ergebnis nach dem Friseurbesuch mal nicht so ausgefallen ist, wie wir uns das vorgestellt haben, ist ebenfalls eine Erfahrung, die wir alle schon einmal erleben mussten. Um zu vermeiden, dass sich dieses Szenario wiederholt, stellen wir Ihnen Frisuren vor, die völlig aus der Mode gekommen sind.

1. Haare mit Glitzer

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Welche Frau träumt nicht vom funkelnden Mermaid-Look. Eine Frisur mit Glitzerhaarspray ist sicherlich zu Karneval und auf Kostümpartys eine tolle Idee. Für den Alltag allerdings keine Alternative. Anstatt das komplette Haar mit Glitzer zu verzieren, gibt es Haaraccessoires wie Haarklammern, Haarnadeln und Haargummis, die einen ähnlichen Effekt erzielen, aber bei weiten seriöser wirken.

Wer es verspielt mag, aber dennoch keinen modischen Fauxpas begehen möchte, sollte auf modernere Haarfarben wie Ombré Verläufe und einzelne farbige Strähnen zurückgreifen. Diese sind angesagt und lassen sich auch in den Alltag integrieren, ohne billig zu wirken. Voraussetzung ist eine professionelle Anwendung, denn komplexe Techniken gehören in die Hand eines Profis.

2. Kreppeisen Looks

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Als Teenager war diese Frisur ein voller Erfolg. Aber nicht nur optisch, sondern auch in puncto Schädigung ist gecreptes Haar ein absolutes No-Go. Die kleinen Mini-Wellen verleihen dem Haar zwar Volumen, wirken aber nicht besonders seriös für einen Alltagslook.

Die Geräte dafür arbeiten mit höheren Temperaturen als herkömmliche Lockenstäbe und belasten damit die Keratinschicht des Haares. Die Folge sind Haarbruch, Spliss und trockene Haare. Wer den Look dennoch nachmachen möchte, sollte statt der gesamten Haare nur einzelne Strähnen behandeln und sie in einem lockeren Zopf oder Dutt zurückstecken. Sieht weniger aus, als hätte man den Griff in die Steckdose gewagt und wirkt deutlich eleganter.

3. Der Weltraum Dutt

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Der sogenannte Space-Bun hat sich glücklicherweise in der Modewelt nie richtig durchgesetzt. Um eine derartig galaktische Frisur zu bekommen, werden die Haare zunächst am Scheitel entlang gleichmäßig in zwei Hälften geteilt. Die beidseitigen Partien werden an beiden Seiten des Kopfes zu einer Schnecke eingedreht und befestigt.

Das Ergebnis sieht aus, als hätte man zwei Knödel an dem Kopf befestigt. Für einen perfekten Halt wird das Ganze mit Haarspray oder Schaumfestiger fixiert. Auch einige Influencer wagten die Frisur und fanden glücklicherweise wenig Nachahmer. Lediglich in Film und Fernsehen feierte der Space-Bun einige große Auftritte. Hoffen wir, dass es so bleibt.

4. Der Topfschnitt

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Bei dem Bowl Cut bleibt das Haare rundherum gleichlang oder wird mit einem geraden Pony abgerundet. Aus dem englischen übersetzt ist er auch als Topfschnitt oder Pilzschnitt bekannt. Diese Bezeichnung macht ihm alle Ehre. Denn es sieht tatsächlich aus, als hätte man jemanden ein Topf auf den Kopf gesetzt und die Haare rundherum gleichmäßig abgeschnitten.

Dieser trendige Haarschnitt, den die meisten Menschen irgendwann einmal in ihrem Leben getragen haben, ist uns immer noch ein Rätsel. Wir können nicht nachvollziehen, wie dieser Haarschnitt es geschafft hat, so beliebt zu werden oder warum sich Menschen in der heutigen Zeit überhaupt dafür entscheiden.

5. Der Undershave

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Diese Frisur gewann im Laufe der Zeit an Beliebtheit und verlor sie wieder, bevor sie schließlich zu einem Klassiker wurde. Ähnlich wie beim Undercut werden die Haare spezifisch ausrasiert.

Im Falle des Undershaves allerdings im Nacken unter dem Deckhaar. Bei dem Undercut werden zusätzlich die Seiten ausrasiert. Es mag einem etwas Wildes verleihen, einen frechen Kick geben und bei einigen auch sehr edel wirken, aber es hat sich als zeitloser Klassiker nie durchsetzen können. Wenn Sie Ihr Haar schick und dennoch punkig aussehen lassen wollen, gibt es ein paar schöne Alternativen, dies zu tun. Aber nicht mit einem ausrasierten Nacken.

6. Der Granny-Look

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Mit dem Älterwerden beginnen auch die ersten grauen Haare. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, der sich nicht aufhalten lässt. Graue Haare sind genetisch bedingt. Der eine bekommt sie eher, der andere später. Während die einen alles versuchen, die ersten grauen Haare erfolgreich durch Colorationen abzudecken, scheinen einige Menschen ungeduldig zu sein und können die silberne Mähne kaum erwarten.

Folglich färben Sie ihre Haare bewusst Grau. Für diese Prozedur ist naturblondes Haar, der eine vorhergehende Aufhellung erforderlich, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Der sogenannte Granny-Look begleitete uns die letzten zwei Jahre unausweichlich und konnte auch bei einigen Prominenten beobachtet werden. Glücklicherweise scheint er aber abzuflachen.

7. Der Vokuhila

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STRANGER ON THE RUN

Bei dem Vokuhila handelt es sich um eine Frisur, bei der die Haare vorne sehr kurz und am Nacken deutlich länger getragen werden. Die modernen Varianten trägt man mit einem fransigen Pony, welcher zu kurzem Haar an den Seiten übergeht, während das Haar am Hinterkopf wenigstens schulterlang ist. In den 70er-Jahren tauchte der Vokuhila immer wieder bei bekannten Musikern wie bei David Bowie auf.

Die Frisur erlebte ihren Höhepunkt schließlich in den 80er-Jahren und tritt heute immer wieder in abgewandelten Varianten auf. Wer sich heute für einen Vokuhila-Schnitt entscheidet, braucht sehr viel Mut. Denn es sieht nicht nur furchtbar aus, man erzeugt auch sehr viel Aufmerksamkeit damit.

8. Animé Hair

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Bei Animé handelt es sich um japanische Animationen, welche Elemente von den sogenannten japanischen Manga-Comics enthalten.

Die Frisuren der Figuren sind häufig asymmetrisch geschnitten oder beinhalten kurze und kantige Frisuren. Teilweise auch mit Pony geschnitten, mit einem glänzenden Finish oder in bunten Haarfarben kreiert. Besonders die weiblichen fiktiven Figuren weisen oft violette, rosa oder anderweitig feminine Haarfarben auf. Die Cosplayszene mag ihre Liebhaber und Anhänger haben, alltagstauglich ist dieser Style nicht. Sofern Sie keine Comic-Messe besuchen oder eine Kostümparty planen, können wir auf keinen Fall zu diesem Haarstyle raten. Animé ist ein Zeichentrick und bleibt Fiktion. Und die Haarschnitte sollten dies Gleichtun.

9. Dreadlocks

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Übersetzt bedeuten Dreadlocks „Filzlocken“. Die Frisur trägt man in Form verfilzter Kopfhaare. Meistens werden die Haare zu einzelnen Strähnen eingedreht. Dreadlocks zu kreieren ist sehr einfach: Sie sollten Ihre Haare eine ganze Zeit lang nicht kämmen, nicht rasieren oder in irgendeiner anderen Form pflegen. Das ist nicht nur ziemlich ekelhaft, sondern auch bei Weitem nicht modern.

Ein prominentes Beispiel für die Frisur ist Bob Marley. Wenn Sie nicht aus Jamaika stammen oder in Jamaika wohnen, sollten Sie Ihre Dreadlocks vorübergehend ablegen. In diesem Jahrzehnt sind verfilzte Strähnen kein modisches Accessoire mehr. Wenn Sie es nicht verstehen wollen, wiederholen wir es: Tragen Sie keine Dreadlocks!

10. Schlecht gemachte Extensions

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Die Looks verändern sich schnell und mithalten ist oft schwer. Eine Saison sind es lange Locken, in der nächsten wird wieder ein kurzer Bob getragen. Da ist es schwer, sich zu entscheiden: Haare abschneiden oder wachsen lassen. Dank moderne Verfahren können kurze Haare in Form von Extensions wieder verlängert werden.

Extensions sollten allerdings professionell gemacht werden und gehören in die Hände erfahrener Friseure. Und gut sieht es nur aus, wenn es so scheint, als wären es Ihre echten Haare. Wenn an den Ansätzen bereits die Befestigungsstellen sichtbar werden, sollten Sie ihre Frisur überdenken. Und sich im besten Falle einen Friseur suchen.

11. Der „Mom-Cut“

Bild: IMAGO / Addictive Stock

Für einige ist dieser Haarschnitt etwas ganz Natürliches. Aber die Bezeichnung des Trends, der sich „Mom Cut“ nennt, rührt nicht von irgendwoher. Einige Blogs und Influencer mögen diesen Haarschnitt empfehlen. Aber Sie sollten sich nicht jedem Trend unterwerfen und diesen vorher hinterfragen. Wenn Sie schwanger sind oder in den Wehen liegen, sollten Sie sich von dieser Art des Haarschnitts fernhalten.

Wenn Sie inmitten Ihrer 30er Stecken sollten Sie ihrem Partner das nicht antun. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Haare kurz zu tragen, allerdings nicht in Form einen „Mom Cuts“. Eine bessere Alternative bieten freche Pixie Haarschnitte.