Sagenhafte Entdeckungen in tiefen Höhlen, von denen Wissenschaftler begeistert sind

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In Höhlen wurden bereits sehr interessante und auch seltsame Entdeckungen gemacht. Ob leuchtende Bakterien oder unbekannten Arten, Forscher sind immer wieder begeistert, was es in unseren tiefen Höhlen alles zu entdecken gibt. Hierfür gibt es bereits zahlreiche mysteriöse Beweise.

Bei einer Forschungsmission in einer alten mexikanischen Höhle in Naica stießen Wissenschaftler beispielsweise auf bemerkenswerte lebende Organismen, von denen vermutet wird, dass sie bis zu 50.000 Jahre alt sind. Allem Anschein zufolge war die Häufung von Mikroorganismen unter der Erdeoberfläche gediehen. Sie haben sich von reichen Organismen ernährt, die in den Kristallen der Höhle gefunden wurden. Solche Entdeckungen ändern alles, was bis heute über das Leben auf unserer Erde bekannt ist.

1. Der Smoo Höhlenfriedhof

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Im Norden Schottlands befindet sich eine weitere Gruppe von Höhlen mit einer seltsamen Vergangenheit. Hier müssen sich schreckliche Ereignisse abgespielt haben. Die meisten Archäologen haben bereits eine ganze Menge an ausgegrabenen Knochen untersucht. In den dunklen Tiefen dieser Höhlen wurden allerdings schreckliche Artefakte entdeckt, die eine eigene Geschichte erzählen und so nur selten gefunden wurden.

In den höhlenartigen Verstecken wurde eine ganze Menge an grausamen Überresten gefunden. Darunter waren enthauptete Schädel, Speere und in Trögen hinterlassen Körperteile. Aufgrund der umfangreichen Sammlung aus dem Höhleninneren konnten Forscher auf eine konkrete Ursache dieser grausamen Funde schließen. Es muss sich um ein Massengrab von Menschenopfern handeln.

2. Die tiefen Höhlen von West Wycombe

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In South Central England, genauer in West Wycombe genießt eine Gruppe von Höhlen einen ganz besonderen Ruf. Diese sind seit langer Zeit besser unter dem Namen Hellfire Caves bekannt. Das kommt daher, weil viel Einheimisch davon überzeugt sind, dass sie aufgesucht werden. In den Höhlen wurden zahlreiche Schnitzereien entdeckt. Die alten Geheimnisse rund um die Höhlenmysterien sind noch nicht ganz aufgeklärt.

Es wird davon ausgegangen, dass die Wandschnitzereien etwas mit dem Teufel zu tun haben könnten. Daher auch der Name „Hellfire Caves.“ Die mysteriösen Zeichnungen locken Besucher aus aller Welt an. Vor Ort ist der Respekt vor den Höhlen dann aber meist so groß, dass sie sich gar nicht hineinwagen.

3. Die Wände in den Höhlen von Tabascos

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In dieser besonderen Höhle in Tabasco in Mexiko wächst eine spezielle Substanz, die ihren Namen wahrlich verdient hat. Es handelt es sich um eine klebrige und zähflüssige Substanz, die als Snottite bekannt ist. Die meisten Wände der Höhle sind so klebrig, dass vorbeifliegende Insekten hier hängen bleiben. Durch diese harzhafte Substanz ist die Höhle für jeden anderen Organismus nahezu unbewohnbar.

Die Substanz ist weltweit beliebt, wenn es um den Insektenschutz geht. In den Höhlen hat aber der Rotzitz seine Heimat gefunden. Dieses Phänomen wird als extremophil bezeichnet. Diese Bezeichnung beschriebt Organismen, die trotz der unwirtlichen Umgebung in der Lage sind, zu überleben.

4. Die Höhlen des Monfort Bat Sanctuary

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Ein weiterer Fall von Extremophilie liegt vielleicht in den Höhlen des Monfort Bat Sanctuary. Für die meisten Organismen sind diese Höhlen unbewohnbar. Nur winzige Fledermäuse finden unter diesen schwierigen Umständen zurecht. Diese Kreaturen nutzen ihre Echoortung, um sich in den riesigen und verschachtelten Höhlengängen zu orientieren. Der Schall führt die winzigen Flieger durch ihre Umgebung.

Auf der Insel Samal auf den Philippinen sind diese Höhlen zur Heimat von etwa sagenhaften 2,3 Millionen diese kleinen Fledermäuse geworden. Laut Naturforschern handelt es sich dabei um die größte Gruppe dieser Spezies auf der kompletten Erde. Im Jahr 2010 wurde das Monfort Bat Sanctuary als bedeutendes Sinnbild für Fledermausfans in das Guinnessbuch der Rekorde genommen.

5. Jahrhundertealte Salamander

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In den sagenhaften Höhlen auf der ganzen Welt sind aber viel mehr Dinge zu entdecken, als eine übernatürliche Aura oder Schrecken. Viele der unglaublichen Höhlen lösen ein Gefühl der Demut vor der natürlichen Schönheit aus, die in ihnen zu bewundern ist. Auf diesem Bild ist der Olm Salamander zu sehen. Dieser wurde erst kürzlich entdeckt und begeistert die wissenschaftliche Gemeinschaft.

Diese aufsehenerregenden Amphibien sind in Slowenien und Kroatien zu finden. Sie erreichen ein Alter von bis zu 100 Jahren. Außerdem behalten sie das ganze Leben lang den gleichen Partner. Dies ist einzigartig unter den Amphibienarten. Olm Salamander sind komplett blind. Um sich in ihrer Umgebung zurecht zu finden, benutzen sie Elektrosensation.

6. Catskill-Bergstatue aus einer Höhle im Bundesstaat New-York

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In Höhlen werden immer wieder gruselige Entdeckungen gemacht. Dies beweist auch der Fund in einer Höhle im Bundesstaat New York. Eine Gruppe von Wanderern erkundete im Jahr 2016 eine Höhle in den Catskills Mountains. Hier stießen sie auf eine merkwürdige Statue. Diese ist seither als Crone bekannt.

Es handelt sich um eine handgeschnitzte Figur mit sechs in die Augen geschlagenen Nägeln. Seit ihrer Entdeckung hat die Statue für sehr viel Aufregung gesorgt. Ursache hierfür ist vielleicht die mysteriöse Atmosphäre, die von den Wanderern bei der Besichtigung der Höhle verspürt wurde. Wie und warum die Statue in die Höhle gelangt ist, bleibt bis heute unerklärlich.

7. Friedhof der Lemuren

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Bei tiefen Tauchgängen vor Madagaskars Küste in Unterwasserhöhlen entdeckte eine Gruppe von Tauchern jede Menge an Knochen und Gebeinen. Dabei handelte es sich erstaunlicherweise um die Knochen eines ausgestorbenen Vorfahren eines Tieres, das wir heute als Lemur kennen. Diese Tiere galten bereits seit mehr als 2.000 Jahren als ausgestorben. Wie konnten sie also in diese Höhle gelangen?

Bald wird hierüber eine neue Theorie bekannt. Die Gebeine dieser riesigen Tiere wurden offensichtlich von der Strömung bewegt, bis sie letztendlich in der Unterwasserhöhle landeten. Lange vor unserer Zeit hatten die Lebewesen erstaunliche Ausmaße. Daher stammen die außergewöhnlich großen Skelette mit einer Größe von mehr als 3 m.

8. Movile-Höhlen in Rumänien

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Rumänien ist ein Land mit vielen Facetten. Hier gibt es beängstigende und übernatürliche Folklore. In der Küstenstand Constanta schreckliches Phänomen, das rein gar nichts mit Übernatürlichkeit zu tun hat. Hier setzen tödliche Höhlen namens Movile Cave bereits seit über 5 Millionen Jahren giftigen Schwefelwasserstoff frei. Daher ist es völlig logisch, dass sich Menschen von diesen Grotten so gut es geht fernhalten.

Andere Arten haben sich allerdings an die unmenschlichen Bindungen in den Höhlen gewöhnt. Einige Spinnen- und Tausendfüßler-Arten können hier trotz der giftigen Gase und des schwefelhaltigen Gestanks überleben. Die größten Wunder sind also immer noch in der Natur zu finden.

9. Die giftigen Movile-Höhlen

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Wie kam es aber dazu, dass die Höhlen so giftig und bedrohlich für das menschliche Leben wurden? Zahlreiche Forscher haben mit der entsprechenden Schutzausrüstung in den finsteren und dunklen Tiefen nach Antworten gesucht. Dabei haben sie vor allem herausgefunden, dass die Movile-Höhlen nur etwa die Hälfte des Anteils an Sauerstoff enthalten, die der Mensch zu überleben benötigt.

Die Forschungen in den Höhlen sind jedoch extrem gefährlich. Ohne die entsprechende Ausrüstung wird jeder, der in die gefährlichen Höhlen geht leicht an Hypoxie leiden und ohne ausreichenden Sauerstoff sterben. Nur mit den erforderlichen Tauchflaschen können Wissenschaftler für einen kurzen Zeitraum in die Tiefen der Höhlen eindringen.

10. Leben in den Movile-Höhlen

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Trotz der extremen Bedingungen in den Movile-Höhlen kehren Wissenschaftler immer wieder zu Forschungszwecken hierher zurück. Die Giftigkeit war schon immer bekannt, bei den Tauchgängen wurden aber eine faszinierende Entdeckung gemacht. Die Gewässer in diesem giftigen Lebensraum teilen viele Bedingungen mit oberirdischen Ökosystemen.

Genauer definiert gibt es hier nur sehr wenig Sonnenlicht, das in die Höhle hineinkommt. Trotzdem erhalten die Organismen in den Höhlen immer noch ausreichend Kohlendioxid, genau wie die Vegetation an der Erdoberfläche. Dies ist erstaunlicher Weise der einzige bekannte Fall auf unserem Planeten, bei dem Leben unter solchen Bedingungen möglich ist. Die giftigen Tiere in den Movile-Höhlen sind also etwas ganz Besonderes.

11. Höhlenkunst der Neandertaler

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Das Innere der endlosen Höhlen auf der ganzen Welt wurde über Jahrtausende vom Vandalismus des Menschen, den rauen Wetterbedingungen und anderen Klimaeinflüssen geschützt. Daher konnten hier im Laufe der Zeit zahlreiche kulturelle Artefakte bewahrt werden, worüber sich die wissenschaftliche Gemeinschaft sehr freut. Auf der ganzen Welt gibt es immer wieder neue und bedeutende Entdeckungen.

Hier sind beispielsweise diese Gemälde zu nennen, die in Argentinien in einer versteckten Höhle gefunden wurden. Zeichnungen an diesen Höhlenwänden konnten bis zu 13.000 Jahre rekonstruiert werden. Diese faszinierende Höhlenkunst der Neandertaler entstand aus Kreidepulver. Sie zeigen eindeutig, dass die Neandertaler viel mehr waren, als nur Urmenschen. Schon damals nahm die Kultur eine wichtige Rolle in der Gesellschaft ein.