
Für viele ist es der Abschluss des Einkaufserlebnisses: Ein kurzes Nicken, ein geübter Griff zum Portemonnaie – und schon ist der Einkauf erledigt. Dabei achten die wenigsten darauf, wer da eigentlich tagtäglich mit Tempo und Konzentration hinter der Kasse sitzt. Noch seltener wird darüber gesprochen, was diese Arbeit eigentlich einbringt.
Doch genau dieser Frage hat sich nun eine TV-Recherche gewidmet. Und die Ergebnisse werfen ein neues Licht auf ein Berufsbild, das viele für selbstverständlich halten. Denn auch hier gibt es klare Unterschiede, verschiedene Stufen – und überraschende Zahlen, die bisher kaum jemand kannte.
1. Ein Beruf, den jeder kennt – und doch kaum jemand einschätzt

Kassiererinnen und Kassierer prägen das Bild des Einzelhandels wie kaum eine andere Berufsgruppe. Sie sind ständig im Kundenkontakt, arbeiten im Stehen, und der Takt an der Kasse ist hoch. Dennoch wird der Beruf häufig unterschätzt – vor allem, wenn es ums Einkommen geht.
Viele Kundinnen und Kunden haben keine Vorstellung, wie sich das Gehalt bei einem Discounter wie Aldi zusammensetzt. Doch mit der neuen Auswertung einer TV-Sendung geraten nun Zahlen und Vergleiche ins Licht, die bisher im Dunkeln lagen. Und diese geben überraschende Einblicke in eine Branche, die mehr kann als nur Scannen.
2. Was ein Kassierer bei Aldi tatsächlich verdient

Laut RTL-Recherche liegt der Stundenlohn eines Kassierers bei 16,34 Euro, was hochgerechnet auf einen Vollzeitjob etwa 2.600 Euro brutto im Monat ergibt. Im untersuchten Fall war der Kassierer allerdings in Teilzeit tätig, wodurch sich das Einkommen entsprechend verringert.
Im bundesweiten Vergleich liegt dieser Wert über dem Durchschnitt, der laut Entgeltatlas bei 2.532 Euro liegt. Auch wenn Aldi-Kassierer oft hohen Arbeitsdruck haben, zeigt das Beispiel, dass der Discounter branchenweit zu den besser zahlenden Arbeitgebern zählt. Zusätzlich gibt es Zuschläge und Sonderzahlungen, je nach Vertrag und Standort.
3. Vom Azubi bis zur Führungskraft – Aldi zahlt solide

Nicht nur die Kassierer wurden untersucht. Auch Auszubildende bei Aldi Süd wurden betrachtet. Ihr Einstiegsgehalt liegt bei 1.500 Euro brutto, ergänzt durch Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Nach der Ausbildung können sie mit einem Einkommen von 3.435 Euro rechnen.
Auch der Weg nach oben ist möglich: Eine Filialleiterin, die als Verkäuferin begann, verdient inzwischen 5.732 Euro monatlich. Ein Regionalverkaufsleiter kommt sogar als Trainee bereits auf 5.583 Euro. Das zeigt: Bei Aldi gibt es klare Entwicklungschancen, die sich finanziell deutlich bemerkbar machen können – auch ohne akademische Laufbahn.
4. Gehalt ist nicht alles – doch Transparenz hilft

Mit der RTL-Auswertung wird ein Thema beleuchtet, das oft im Verborgenen bleibt: Löhne im Handel. In einer Branche, die auf Tempo und Effizienz setzt, sind faire Arbeitsbedingungen und eine leistungsgerechte Bezahlung entscheidend.
Das Gehaltsranking bringt nicht nur Klarheit für Außenstehende, sondern auch Wertschätzung für einen Beruf, der oft zu wenig Anerkennung bekommt. Wer täglich mit Menschen arbeitet, Reklamationen löst und für Ordnung sorgt, trägt Verantwortung – und das sollte sich auch im Lohn widerspiegeln. Ein Einblick, der zeigt: Manches verdient mehr Aufmerksamkeit.