Die Nacht im Campo Pequeno
Das Sommerlicht über Lissabon verblasste, als sich rund 7 000 Zuschauer in Portugals berühmtester Stierkampfarena versammelten. Zwischen den hell erleuchteten Bögen wehten die rot-grünen Fahnen, Trommeln grollten, Fado-Melodien legten sich über die Ränge – alles war bereit für eine Nacht, die in die Geschichte eingehen sollte.
Unter den Forcados, die ohne Waffen den Stier frontal „packen“, stand Manuel Maria Trindade, 22 Jahre jung, voller Stolz im neuen Samtjackett. Es war sein allererstes Mal im großen Rund – niemand ahnte, dass dieser Auftritt zugleich sein letzter sein würde.
Weiter geht’s mit der unbändigen Kraft, die plötzlich durch den Sand brach …