Eine unglaubliche Rettung von angeblichen Welpen

Bild: IMAGO / Cover-Images

Als die Feuerwehr der Colorado Springs einen besorgten Anruf erhielt, verlor diese keine Zeit und machte sich bereit für ihren Einsatz. Eine fürsorgliche Frau hatte die Männer verständigt und ihnen mitgeteilt, dass sie davon ausging, dass sich in einem Gully kleine Tiere befänden, welche auf schnellstmögliche Rettung angewiesen waren.

Die couragierten Männer verloren keine Zeit und machten sich sofort auf den Weg, ihrer Berufung nachzukommen. Die Feuerwehr ist grundsätzlich nicht nur für Brände, sondern auch für die Rettung von Tieren zuständig. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass es sich um Welpen handelte, welche aus mysteriösen Gründen in den Gully gelangt waren.

Doch was sollten die Männer am Ende wirklich dort unten finden, was sie nicht glauben konnten?

1. Aufgaben der Feuerwehr

Bild: IMAGO / Gottfried Czepluch

Wer das Wort Feuerwehr hört, der denkt zunächst an Aspekte wie das Bekämpfen von Bränden und ähnliche tollkühne Einsätze. Einige wissen jedoch nicht, das zum Beruf eines Feuerwehrmannes deutlich mehr gehört, als Feuer zu löschen und Sprungtücher aufzuspannen.

Eine sehr bedeutsame Aufgabe der Feuerwehr ist es unter anderem, Tiere zu retten, welche in akute Notlagen geraten und dringend Hilfe benötigen. Hierfür nehmen diverse tapfere Männer und Frauen regelmäßige Wagnisse auf sich, um auch auf diesem Gebiet eine gute Arbeit zu leisten. Ganz besonders dann, wenn es um Orte geht, welche ohne technisches Equipment (über welches die Feuerwehr verfügt), nur schwerlich zu erreichen sind.

2. Speziell geschult

Wer zu Hilfe eilt, wenn schnelle Hilfe in puncto Tierrettung erforderlich ist, der muss natürlich einiges auf dem Kasten haben, um bestmögliche Arbeit zu gewährleisten. So muss die Feuerwehr unter anderem darüber Bescheid wissen, welche Orte am besten zu erreichen sind und wie diese Missionen am besten vollzogen werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage, ob sich betroffene Tiere, welche ganz offenbar Hilfe benötigen, vollkommen ausgeliefert und ohne menschliches Eingreifen nicht mehr zu befreien sind. Die meisten Tiere verfügen über eine gewisse Robustheit und entkommen vielen misslichen Lagen wieder von selbst. Doch manchmal ist die Lage einfach so dermaßen verzwickt, dass Hilfe von außerhalb unerlässlich ist.

3. Der Anruf

So hat sich auch die Feuerwehr der Colorado Springs dazu verpflichtet, einzugreifen, wenn schnelle Hilfe in puncto Tierrettung benötigt wird. Und über die Jahre haben die mutigen Männer und Frauen schon ziemlich viel an Erfahrung gewonnen und so manch hilflosem Tier erfolgreiche Hilfe geleistet.

Eines Morgens erhielt die Feuerwehr der Colorado Springs einen besorgten Anruf einer Frau, welche sich ziemlich sicher darüber war, dass sich im Gully vor ihrer Haustüre irgendwelche Tiere befänden, welche offenbar eigenständig nicht mehr herauskamen.
Natürlich überlegte das Team der Lebensretter nicht lange, trug die benötigte Ausrüstung zusammen und machte sich schnellstens auf den Weg.

4. Ankunft am Ort des Geschehens

Als die Feuerwehr am Zielort eintraf, zeigte ihnen die besorgte Anruferin jenen Ort, in welchem sie die Tiere vermutete. Schon bald stellte sich durch eindeutige Geräusche heraus, dass sich in diesem Gully in der Tat höchstwahrscheinlich Tiere befinden mussten. Dies wurde vor allem durch die fiependen Laute deutlich.

Die Feuerwehr durchsuchte ihr Equipment bis sie das geeignete Werkzeug fand, welches zum Öffnen eines Gullys notwendig war. Da es kein Standardprozess ist, einen normalen Straßendeckel zu öffnen, dauerte es einige Zeit, bis es den Männern und Frauen der Colorado Springs endlich gelungen war, den Deckel des Gullys zu entfernen. Was befand sich darunter?

5. Kleine Labrador Welpen?

Zum Glück war der besagte Gully nicht sonderlich tief, sodass es der Feuerwehr gelang, einen Blick auf die nach Hilfe rufenden Tiere zu werfen, welche sie nun orten konnte. Das Team musste nicht lange spekulieren um herauszufinden, dass es sich bei diesen kleinen dunklen Tierchen höchstwahrscheinlich um Labradorwelpen handelte, welche aus eigener Kraft nicht mehr entfliehen konnten.

Wie waren die Hundebabys dort hineingekommen? Die Schlitze des Gullydeckels waren ziemlich klein und schmal, so dass ein „versehentliches Hineinplumpsen“ definitiv ausgeschlossen schien. Waren hier möglicherweise fiese Tierquäler am Werk gewesen? Die Feuerwehrleute wussten sich zunächst keinerlei Rat.

6. Wo war die Mutter?

Bevor sich die Feuerwehrleute ans Werk machten, um die verlorenen Welpen aus dem Schacht herauszuholen, galt es zunächst zu überdenken, ob möglicherweise ihre Mutter in der Nähe sein könnte. Ein guter Feuerwehrmann weiß schließlich, dass diese häufig nicht mehr zurückkommen, wenn die Jungen bereits einmal von einem Menschen berührt wurden.

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Tiere eine sehr feine Nase haben und sofort erkennen, wenn sich ein „Unbefugter“ an ihren Kindern zu schaffen gemacht hat. Aus Selbstschutz ziehen sich die Eltern in einem solchen Fall nicht selten zurück und überlassen ihre Kleinen schließlich ihrem Schicksal. Das wäre in dieser Situation nicht zum ersten Mal geschehen. Sollte die Rettung erfolgen?

7. Ans Werk

Es schien klar, dass die kleinen Vierbeiner nicht mehr allzu lange in dem Schacht überleben konnten. Sie hatten weder Futter noch frisches Wasser und waren zusätzlich noch von jeder Menge Müll umgeben. Es war reines Glück im Unglück, dass es bislang zu keinem größeren Regenfall gekommen war, andernfalls wären die Welpen höchstwahrscheinlich ertrunken.

Schließlich kam die Feuerwehrmänner zu dem Entschluss, ihren Einsatz fortzuführen und die hilflosen Labradorwelpen aus dem Gullyschacht zu befreien. Sie gingen auf Nummer sicher und streiften sich Handschuhe über, um möglichst keinen Eigengeruch an den Welpen zu hinterlassen, sollte ihre Mutter doch noch auftauchen.

8. Rettung der Tiere

Nachdem sich die Helfer dazu entschlossen hatten, die kleinen fiependen Geschöpfe aus ihrem Gefängnis zu befreien, bestätigte sich ihre Vermutung, dass es sich offensichtlich um kleine Labradorwelpen handelte, welche nur wenige Tage alt und vollkommen hilflos waren. Der Erste war schon einmal gerettet, jetzt folgten die Geschwister.

Schließlich gelang es dem Team, insgesamt 7 Welpen lebend zu bergen.
Fürsorglich legten sie die kleinen Wesen auf ein Laken und besprachen das weitere Vorgehen. Was sollte mit den hilflosen Hundebabys nun geschehen? Ohne Zweifel schien ihre Mutter nicht in der Nähe zu sein, des weiteren bestand der Verdacht, dass sie als unerwünschter Wurf ausgesetzt wurden. Arme Kerlchen!

9. Wie waren sie dort hingekommen?

Noch immer rätselte das Feuerwehrteam darüber, wie um alles in der Welt die kleinen Welpen in den Gullyschacht geraten konnten. Und obwohl die Welpen noch sehr klein waren, so hätte definitiv keiner von ihnen durch dessen Schlitze gepasst. Das Team beschloss, noch einmal bei jener Frau nachzuhaken, welche sie zu ihrem Einsatz gerufen hatte.

Diese Augenzeugin berichtete, dass sie gesehen hatte, wie einige kleine Tiere bei starkem Regen von der Straße gefegt wurden und anschließend in einen Abfluss an der Straße gespült wurden. Es konnte sich daher nur um diese Welpen handeln, welche die Feuerwehr soeben aus ihrer ausweglosen Situation befreit hatte. Kleine Welpen sind diesbezüglich noch äußerst wehrlos.

10. Die große Überraschung

Am Ende verständigte die Feuerwehr die Animal Rescue Colorado, welche sich dazu bereiterklärten, die verwaisten Welpen aufzunehmen. Im Laufe der Zeit hatte sich diese tolle Tierschutzorganisation schon vieler Tiere angenommen, sie aufgepäppelt und in neue Zuhause gebracht.

Nachdem sie die Welpen in ihre Obhut genommen hatten, hatte die Feuerwehr der Colorado Springs noch mit einer gewaltigen Überraschung zu rechnen. Es handelte sich bei diesen vermeintlichen Labradorwelpen nicht um Hunde-, sondern um Fuchsbabys. Die Feuerwehr war verblüfft, dass ihnen dieser Fakt tatsächlich entgangen war. Am Ende waren jedoch alle froh, dass für die Kleinen fortan gesorgt war und sie trotz jener Verwechslung liebevoll aufgezogen wurden.

11. Ein Herz für Tiere

Es ist dem Engagement der Beobachterin, dem Tierschutz und natürlich der fürsorglichen Feuerwehr zu verdanken, dass 7 kleine Fuchswelpen aus dem Schacht entkommen und überleben durften. Diese Geschichte verzeichnet nicht nur ein auch gleichzeitig eine wichtige Botschaft an alle Leser.

Einem Tier (ganz gleich welcher Art) zu helfen ist eine wunderbare Sache, welche leider viel zu häufig auf der Strecke bleibt. Tiere werden in vielen Teilen unserer Gesellschaft nach wie vor als nicht gleichbedeutend und nutzlos angesehen. Zum Glück war das Feuerwehrteam der Colorado Springs in dieser Hinsicht mehr als ein Vorbild. Hier kann sich jeder ein sehr gutes Beispiel nehmen!