11 praktische Handwerker-Tipps, die im Alltag wirklich helfen

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Eine eigene Wohnung oder ein schönes Haus zu haben und vielleicht mit einer ganzen Familie dort zu wohnen, ist natürlich eine tolle Sache, nach der wir alle streben. Aber wer einen Wohnbereich hegen und pflegen muss, merkt zügig, dass das ein harter Job sein kann, der mitunter schnell teuer wird und viel Arbeit erfordert.

Gott sei Dank gibt es all die kleinen Tipps, mit denen sich viele Probleme im Alltag leicht lösen lassen. Du bist auf der Suche nach 11 genialen Tricks, die wenig handwerkliches Geschick erfordern, schnell ausgeführt sind und sich dadurch als sehr effizient erweisen? Wir zeigen dir die besten Kniffe, mit denen du im Alltag auftrumpfen kannst!

1. Die gebrochene Glühbirne leicht entfernen

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Kennst du das, wenn du eine kaputte Glühbirne entfernen willst und sie dir abbricht? Ärgerlicherweise befindet sich aber das Gewinde noch im Sockel. Meistens benutzen wir dann Scheren oder Taschenmesser, um das Teil herauszudrehen, was aber unter anderem gefährlich sein kann und einfach unangenehm ist.

Die Lösung ist simpel: Nutze einfach eine Kartoffel, die du vorher in der Mittel teilst. Drücke die weiche Seite in die kaputte Birne und drehe sie gegen den Uhrzeigersinn, bis der gebrochene Teil sich in die Kartoffel schraubt – ziehe diesen dann heraus. Vergiss aber nicht, sichere Handschuhe anzuziehen und vorsichtshalber am besten den Strom, mindestens aber den Lichtschalter auszuschalten.

2. Ofen reinigen leicht gemacht

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Wer reinigt schon gern den Ofen. Wir alle holen lieber unsere leckeren Speisen aus ihm heraus, aber wenn es darum geht, danach zum Putzen überzugehen, schieben wir das doch lieber eher vor uns her.

Dieser Tipp betrifft daher zumindest schon mal das Reinigen der Ofentür, die schnell von Fett verschmiert ist und auch anderen Schmutz förmlich anzieht. Nimm dafür einfach einen Spülmaschinen-Tab und vergiss zunächst einmal nicht, dir Handschuhe anzuziehen. Feuchte den Tab an, mache ihn aber nicht nass. Danach kannst du deine Ofentür ganz leicht säubern, indem du sie mit dem angefeuchteten Tab abschrubbst. Du wirst staunen, wie kinderleicht dir das von der Hand gehen wird!

3. Kleine Dellen aus Möbelstücken entfernen

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Oft weisen Möbel oder Fußböden aus Holz irgendwann kleine Dellen auf. An dieser Stelle wirken sie dann wie aufgequollen. Dies passiert zum Beispiel durch eingetretene Feuchtigkeit oder ausgelaufene Flüssigkeit.

Du hast bestimmt einfach gelernt, damit zu leben, auch wenn es optisch nicht wirklich toll aussieht. Hier kommt der Clou: Reibe die Stelle einfach erneut mit etwas Wasser ein und lege zusätzlich ein feuchtes Tuch darüber. Greif dann zu einem heißen Bügeleisen und lass es mit Kreisbewegungen über die Stelle gleiten. Wie durch Zauberhand wird die Delle entweder kleiner erscheinen – dann musst du das Ganze wiederholen – oder sie verschwindet direkt nach der ersten Behandlung. Endlich: nie wieder Dellen auf der Kommode!

4. Die magische Kraft des benutzten Teebeutels

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Teebeutel, die wir in Tassen vergessen, sind eher ein Ärgernis. Blickst du Stunden später in die Tasse, siehst du unschöne Flecken, die insbesondere leidenschaftlich gern von „roten“ Teesorten hinterlassen werden.

Umso seltsamer ist der nun folgende Tipp: Ironischerweise stellen die Chemikalien, die Flecken in den Tassen hinterlassen, gleichzeitig ein probates Mittel gegen schmutziges Geschirr dar. Liegen deine fettverschmutzten Teller und Schüsseln schon in der Spüle? Fülle diese mit heißem Wasser und schmeiße ein Dutzend benutzte Teebeutel hinein. Lass das Ganze ein wenig einweichen und genieße im Anschluss die besonders leichte Handhabung deines Abwasches! Soll es nur ein einzelner Topf sein, reicht es natürlich, wenn du wenige Teebeutel hinein gibst.

5. Löcher in der Wand ganz einfach unsichtbar machen

Hast du unschöne Löcher in der Wand, weil du einst einen Nagel hineingeschlagen hast, dann gibt es eine komplizierte Methode, diese wieder zu stopfen. Dafür musst du gipsen, spachteln oder sonstige mühsame Handwerkertätigkeiten ausführen.

Oder du greifst zur einfachen Lösung: den allseits beliebten Bunt- oder Wachsmalstift! Wähle einfach so einen Stift aus, der farblich zur Wand passt. Drücke ihn leicht gegen das Loch und fang an zu reiben. Es klingt erstmal nicht besonders clever, aber es funktioniert. Zumindest kleine oder mittelgroße Löcher fallen danach optisch fast gar nicht mehr auf. Natürlich mag es ein bisschen dauern, bis du die perfekte Farbe gefunden hast, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

6. Löcher unsichtbar machen Teil II

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Du möchtest nicht mit Stiften rumhantieren, weil du ja schon deinen Kindern gesagt hat, dass man Wände nicht anmalen darf? Können wir verstehen. Du möchtest ein Vorbild sein und mit gutem Beispiel vorangehen.

Dann gibt es einen weiteren Trick, um hässliche Löcher in der Wand wieder unsichtbar zu machen. Dafür nimmst du einfach ein handelsübliches Stück weiße Seife und reibst dieses gegen den Uhrzeigersinn an die entsprechende löchrige Stelle an der Wand, die durch einen Nagel hinterlassen wurde. Schon wirst du sehen, dass das Loch optisch verschwindet. Hat die Seife einen störenden Rest hinterlassen? Wisch diesen einfach mit einem warmen Handtuch weg. Schon ist der simple Eingriff erfolgreich beendet.

7. Fugen effektiv säubern

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Dreckige Fugen sind unschön und können ein ganzes Zimmer optisch abwerten. Sicher hast du auch schon mit Bürsten versucht, den Schmutz zu entfernen oder sonstige Methoden angewendet, die aber eher für Schaden als für Verbesserung sorgen.

Die leichte, wenn auch ein wenig befremdliche Lösung, stellt hier WC-Reiniger dar. Trage diesen auf die gewünschte Stelle auf und lass ihn für circa 15 Minuten einwirken. Dann kannst du eine ausrangierte Zahnbürste oder Vergleichbares dafür nutzen, um den Dreck ganz locker abzuschrubben. Damit bekommst du nicht nur feine Fugen, sondern auch große Flächen wieder sauber. Außerdem riechen diese dann zitronig und fruchtig frisch (je nachdem, welchen Reiniger du wählst).

8. Ein Leck in der Toilette? Entdecke dieses ganz leicht

Und wo wir gerade bei Toiletten sind. Um sicherzugehen, dass der Wasserverbrauch nicht unnötig steigt und falls du sowieso schon einen Verdacht hast, kannst du einen ganz einfachen Trick anwenden, der Lecks im Spülkasten des Klos ausfindig machen wird.

Hast du noch Brausepulver im Haus? Diese kleinen Türchen mit farbigem Pulver von Himbeer- bis Waldmeistergeschmack? Kippe einfach den Inhalt eines Beutels in den Spülkasten und benutze die Toilette für circa 30 Minuten nicht (umso besser, wenn es ein Gäste-WC gibt). Wenn du jetzt in die Toilette blickst und das Wasser in lustigen Brausepulver-Farben erstrahlt, dann hast du definitiv ein Problem mit auslaufendem Spülwasser. Nun kannst du auf Fehlersuche gehen.

9. In Windeseile verstopfte Abflüsse beseitigen

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Ein paar ganz einfache Hausmittel reichen, um den Abfluss freizubekommen. Du kannst dir den Klempner hier ebenso sparen wie den Kauf von ominösen Mittelchen aus Chemikalien.

Koche zunächst etwas Wasser und kippe es ganz zu Beginn in den Abfluss. Lasse eine halbe Tasse Backpulver hinterher folgen und gieße nicht zuletzt eine halbe Tasse Weißweinessig hinein. Warte 10 Minuten ab, spüle noch einmal heißes Wasser nach – und fertig! Schon ist der Abfluss wieder frei, ohne dass die Küche nach chemischen Reinigungsmitteln riecht oder du erst in den Supermarkt musst, um einzukaufen. Na ja, es sei denn du hast keinen Weißweinessig da. Aber irgendwas ist ja immer!

10. Quietschende Böden gehören der Vergangenheit an

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Hier kommt ein sehr interessanter Trick. Hast du schon mal überlegt, ob es ein effektives Mittel gegen quietschende Holzböden gibt?

Dreimal darfst du raten, was hilft. Na? Kommst du drauf? Wenn du Rizinusöl gesagt hast, dann liegst du falsch. Babypuder ist hier angesagt! Du benötigst nur irgendeine Drückflasche oder ein ähnliches Utensil, um das Babypuder zwischen die Holzlatten des Bodens zu pressen. Notfalls brauchst du eine kleine Bürste, um das Puder in die Rillen zu drücken. Deiner Kreativität sind in der Hinsicht keine Grenzen gesetzt. Sichere Folge wird aber sein, dass deine Fußböden endlich nicht mehr quietschen. Das nächtliche Herumschleichen, wenn du ins Bad musst, hat ein Ende.

11. Gummibänder sind einfach ein Allheilmittel

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Und sogleich zum letzten Tipp. Wir hatten Löcher in der Wand, kaputte Glühbirnen, verstopfte Abflüsse und leckende Toiletten. Was fehlt noch? Na klar.

Widerspenstige Schrauben. Wie bekommst du diese leichter herausgedreht? Nimm einfach ein Gummiband und lege es um den Kopf der Schraube. Aufgrund der verstärkten Reibung und dem festeren Halt wird es ein Kinderspiel, das fiese Ding herauszudrehen. Alles, was du noch brauchst, ist ein Schraubenzieher in der richtigen Größe. Mit diesem und den zehn anderen Tipps bist du im Haushalt definitiv gewappnet und kannst mit diesem Wissen auch Freunde bei einer Cocktailparty beeindrucken. Auch wenn du dann vielleicht sofort gezwungen wirst, im Wohnbereich Hand anzulegen…