11 Gründe, warum ein Ultimatum deine Beziehung zerstört

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Ein Ultimatum ist ein Beziehungskiller schlechthin. Falls ein Partner seinem Gefährten droht, einige Bedingungen einzuhalten oder die Beziehung zu beenden, kann der Streit schnell eskalieren.

Insbesondere kann die Festlegung von bestimmten Zeitintervallen ziemlich problematisch werden. Damit ist beispielsweise die Festlegung von einer bestimmten Anzahl von Wochen oder Monaten gemeint.

Auch wenn meistens logische Gründe hinter diesem Verlangen stecken, ist ein Ultimatum ein toxischer und zerstörender Schritt in einer Beziehung. Die Gründe sind vielfältig und werden im Folgenden aufgelistet. Anstatt kleine Streitereien zu einem großen Problem zu machen, sollte man vielleicht erst gar nicht in die Richtung eines Ultimatums gehen. Schließlich ist ein gesunder Umgang in einer Beziehung unumgänglich.

1. Ein Ultimatum als gut ansehen ist nicht korrekt

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Viele Menschen können denken, dass ein Ultimatum romantisch ist. Außerdem denken sie, dass sie durch diesen sogenannten und selbst gestellten Deal Probleme gesund lösen können.

Allerdings ist eher genau das Gegenteil der Fall. Die Aussprache und Diskussion der Probleme sind viel hilfreicher und zielsicherer. Eine Benennung von Bedingungen und Drohungen sind eher selbstsüchtig und egozentrisch. Egoismus hat allerdings in einer gesunden Beziehung nichts zu suchen! Die falsche Annahme, dass ein Ultimatum die Beziehung fördert und Gutes zu ihrer beiträgt, ist schnell zu entkräften. Es handelt sich schließlich im Endeffekt um eine Drohung.

2. Das Machtgefälle ist in Gefahr

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Die Nennung einer Bedingung stellt auch das sogenannte Machtverhältnis der Pärchen auf das Spiel, ohne dass es gemerkt wird. Die Stellung einer Bedienung impliziert nämlich die Ausspielung von Macht und Druck. Falls die Bedingung eingehalten wird, aus Angst oder Verzweiflung, fügt sich die andere Person. Sie ist also dann interior.

Allerdings sollte das Machtgefüge in einer Person ausgeglichen und gleich gewuchtet sein, damit die Verhältnisse fair bleiben. Falls das Machtgefüge unausgeglichen ist, kann schnell das gegenüberliegende Ego gekränkt werden, sodass Ablehnung und Verletzung als Reaktion folgen. Das ist natürlich verständlich und nur nachvollziehbar, gleichzeitig ist es auch sehr einfach vermeidbar.

3. Es ist ein Zeichen von Ungeduld

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Geduld ist nicht unbedingt eine Tugend, die jeder von uns aufweisen kann. Jedoch muss jeder Mensch sich ab und zu dazu zwingen, seinem Gegenüber Zeit zu geben. Eine Beziehung besteht nämlich aus einem Nehmen und Geben!

In manchen Punkten darf oder muss der Mensch natürlich egoistisch zu sein, allerdings nicht in einer Beziehung. Bei einer intimen Bindung mit einem anderen Menschen muss das Spotlight geteilt werden, nämlich in gleich großen Anteilen. Kein Mensch der Welt sollte sich daran gewöhnen, alle Wünsche auf der Stelle erfüllt zu bekommen. Das Leben richtet sich nicht immer an die eigenen Vorlieben, das ist auch gut so.

4. Die Kommunikation misslingt

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Es ist ein weltweites Phänomen, dass besonders Frauen sich ein Ultimatum setzen, wenn es um die Verlobung oder die Vermählung geht. Allgemein kann die ständige Aufstellung von Bedingungen und Deals schnell auf alltägliche Kommunikation abfärben. Das Muster setzt sich in die Gesprächsstrukturen ab, sodass alltägliche Gespräche schon nicht mehr gelingen.

Insbesondere andere Probleme, wie Suchtverhalten oder Berufsprobleme, müssen in gegenseitigem Austausch und in gutem Zuhören gehandhabt werden. Falls die Kommunikation jedoch von misslungenen Gesprächen überschattet wird, fühlt man sich schnell unverstanden und nicht willkommen. Es sollte jedoch genau das Gegenteil der Fall sein, weil die sich stets Geborgenheit gewünscht wird.

5. Ultimaten verhindern die Offenbarung von Verletzlichkeit

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Eigentlich erkennt man schon an einem Ultimatum, dass der Partner Angst hat und die Beziehung eigentlich retten will. Diese Tatsache auszusprechen fällt doch vielen schwerer, als man denkt. Es ist verständlich, dass man es als Schutzmechanismus einsetzt, um nicht zu zeigen, wie verletzt man in Wirklichkeit ist.

Jedoch ist genau diese Offenbarung hilfreich! Wem sollte man sonst seine innersten Gefühle und Ängste offenbaren, als dem eigenen Lebensgefährten? In dem man sich ohne die hohen Schutzmauern zeigt, kann man eine intime und emotionale Bindung eingehen, die sich schließlich jeder insgeheim wünscht. Es erfordert Mut und Risiko, wird sich aber lohnen.

6. Ressentiments werden vorbereitet

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Das Schlimmste, was tatsächlich passieren kann, ist, dass das Ultimatum vom Partner angenommen wird! Wahrscheinlich wird es ohnehin nur angenommen, um Konflikte zu vermeiden, die vorprogrammiert sind.
Falls der Partner aus Angst verspricht, die Bedingungen anzunehmen, kann es durchaus sein, dass er innerlich gar nicht zustimmt.

Diese gezwungene Einwilligung führt zu Ressentiments, die später eskalieren können. Das Unterbewusstsein speichert den Vorgang im Inneren ab und wird ihn im nächsten Konflikt grade aus rausposaunen. Warum also beispielsweise eine Hochzeit erzwingen, wenn sie in Ärger oder gar in einer Scheidung münden wird?

Die schlimmsten Konflikte sind die, die durch verstaute Gefühle entstehen. So werden nämlich die schlimmsten Dinge an den Kopf geworfen.

7. Ultimaten sind manipulativ

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Menschen gehen Beziehungen aus Liebe ein und wegen dem Bedürfnis, Geborgenheit zu empfinden. Das sind nunmal die natürlichen Triebe eines Menschen. Ein anderer natürlicher Trieb des Menschen ist, dass Lügen unerträglich und verletzlich sind. Genau so werden Intrigen und Spielchen empfunden, die den Menschen als dumm darstellen lassen.

Eine Art dieser Intrige ist Manipulation. Durch ein Ultimatum wird der Mensch, der zu einer Entscheidung gezwungen wird, in die Position des Schuldigen versetzt. Er ist allerdings in keinem Fall schuldig, er wird nur manipuliert. Der Partner gibt ihm das Gefühl, dass seine Reaktion oder sein zurückhaltendes Verhalten das Problem der ganzen Situation ist. Es werden Schuldgefühle vermittelt.

8. Die Heirat beginnt auf falschem Fuß

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Ein Hochzeitsantrag ist etwas Emotionales, einmaliges, rührendes und bewegendes Ereignis in jedem Leben von Verliebten. Es wird sich immer an diesen Tag erinnert, er wird wieder und wieder neu erzählt, im Kopf durchgegangen und immer neu abgespielt im Kopf.

Wenn eine Beziehung und im schlimmsten Fall auch die Planung einer Hochzeit erzwungen oder durch Zeit bedingt wird, kann es nur schiefgehen. Eine Hochzeit, die aus Druck und Zeitstress entsteht, kann nicht gesund enden. Es ist unabdingbar, dass die Pärchen sich entgegenkommen und ungezwungen miteinander kommunizieren. Falls das nicht der Fall ist, wird auch das alltägliche Leben von Stress dominiert sein.

9. Es entsteht keine Verbindung

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Keiner hat Spaß daran, über ernste Thematiken zu streiten oder über Probleme zu sprechen. Die meisten nehmen es einfach so hin, da sie zu bequem sind etwas zu ändern. Dennoch könnte eine Diskussion und verschiedene Argumentationen allerdings ziemlich hilfreich sein, denn eine Lösung ist immer annehmbar.

Dafür müssen die Argumentationen und die Kommunikationsteile gerecht sein, sich gegenseitig aufwiegen und verstanden werden. Wie soll das jedoch der Fall sein, wenn unfaire Bedingungen und Voraussetzungen gestellt werden? Jeder muss die Möglichkeit haben, seinen Standpunkt ruhig, respektvoll und in volle Fülle aussprechen zu dürfen, ohne auf Verachtung zu stoßen.

10. Die eigene Persönlichkeit muss verinnerlicht werden

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Diese Persönlichkeitsübung fällt jedem schwer, ist uns jedoch eine große Hilfe. Man sollte sich ab und zu fragen, warum uns gewisse Tatsachen so sehr triggern und stören. Meistens stecken dahinter tiefe Gefühle, die wir uns nicht einstehen können. Indem man sich vertraut macht mit diesen tief verankerten Emotionen, ist man auf einem guten Weg zur Selbstreflexion.

Diese Erkenntnis ist genau die Tugend, die Menschen brauchen, um sich auch selbst verantwortlich für bestimmte Geschehnisse machen. Einen fehlerlosen Menschen findet man niemals auf diesem Planeten, sodass wir unsere Fehler erst akzeptieren und somit verstehen können. Wer selbst Probleme in sich finden kann, kann auch besser kommunizieren und Probleme lösen.

11. Toxische Verhaltensmuster werden zum Alltag

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Eine Beziehung wird nicht nur durch böse Attacken oder Konflikte zerstört. Vielmehr sind es die kleinen Dinge, die die Menschen zum Nachdenken anregen. Es ist nämlich viel hinterhältiger, wenn durch Taktiken und versteckte Strategien der Mensch belogen wird. Toxische Menschen konzipieren ihr Verhalten so, dass die Menschen in der Umgebung immer automatisch denken, das Problem liegt bei ihnen.

Wenn diese Menschen allerdings erst mal bemerken, dass die bewusst in falsche Gedankenwege gelenkt werden, ist direkt Schluss im Kopf. Es ist ein schmerzhafter Weg, jedoch der einzig Wahre, wenn man sich von gezwungenen Beziehungen befreien will.